Newsletter November: Winterfester Garten

Liebe Kundinnen und Kunden!


Den ersten Herbststurm haben wir schon hinter uns gebracht, und damit ist es jetzt wohl amtlich.
Der Spätsommer ist vorbei, und damit unser Gartenjahr.
Fast vorbei, sollte man wohl sagen, denn ein bisschen Pflege und Aufmerksamkeit sollten Sie Ihrem Garten jetzt noch angedeihen lassen, denn das wird sich im kommenden Frühling auszahlen!


Zunächst mal ist jetzt die allerletzte Chance, Frühlingszwiebeln zu pflanzen. Welch eine Freude, wenn im Frühling an längst vergessener Stelle im Blumenbeet Krokusse, Narzissen, Tulpen oder andere Zwiebelgewächse ihren Blütenteppich ausbreiten. Also, wenn Sie es noch nicht getan haben, dann pflanzen Sie Zwiebeln, immer doppelt so tief wie die Zwiebel hoch ist.

Ihre Rosen haben mittlerweile wahrscheinlich schon viel oder fast das ganze Laub verloren, wenn nicht, dann entfernen Sie es jetzt möglichst komplett von den Pflanzen, denn auf dem alten Laub können Pilzsporen oder Blattlauseier haften. Auch die Gefahr von Frostschäden ist ohne Laub für die Rosen geringer. Auf den Boden gefallene Blätter ebenfalls komplett entfernen und im Restmüll entsorgen, nicht auf dem Kompost.

Überlange und störende Rosentriebe können Sie einkürzen, vertrocknete Knospen und Blüten sollten Sie abschneiden. Aber mit dem eigentlichen Rosenschnitt warten Sie bitte bis zum Frühjahr – erst wenn die Forsythien blühen, ist es soweit. Fehlt nur noch eins, nämlich das Anhäufeln im Dezember. Verwenden Sie am besten Rindenhumus (nein, das ist nicht dasselbe wie Rindenmulch!) oder Rosenerde. Machen Sie damit einen “Maulwurfshügel” über die Basis der Rosentriebe, und decken Sie das Ganze vielleicht noch mit einigen Tannenzweigen ab. So geschützt werden Ihre Rosen den Winter gut überstehen, auch wenn dieser kälter werden sollte als der letzte ...

Laub haben Sie ja sicher schon seit einiger Zeit im Garten zusammengerecht, zumindest auf Ihrem Rasen. Das sollten Sie auch tun, denn Laub auf dem Rasen ist besonders schädlich für die Gräser, da es die Lichtaufnahme behindert und das Mooswachstum fördert. Auf Ihren Beeten allerdings sollten Sie ruhig eine Laubschicht liegen lassen, denn das dient Insekten und anderen kleinen Tieren als Unterschlupf und schützt gleichzeitig Ihren Boden, der nicht kahl überwintern sollte. Über einen Laubhaufen in einer abgelegenen Ecke des Gartens freuen sich auch Igel und Kröten!


Den Rasen also laubfrei halten und ihn solange mähen, wie er noch wächst, allerdigs nicht kürzer als 4-5cm, da längere Halme das vorhandene Restlicht besser nutzen und sich so auch besser gegen Unkräuter und Moos behaupten können. Eine letzte Düngergabe sollten Sie Ihrer Grünfläche noch angedeihen lassen, aber bitte nicht mit Ihrem normalen Rasendünger, sondern mit einem speziellen Herbstrasendünger. Dieser ist kalibetont und stickstoffarm und sorgt dafür, dass Ihre Gräser stabile Stengel ausbilden und weniger frostanfällig sind.
Auch Bodenaktivator sollte jetzt noch einmal ausgebracht werden, sowohl auf dem Rasen als auch in den Blumen- und Gemüsebeeten. Er fördert ein gesundes und vielfältiges Bodenleben. Je mehr Mikroorganismen und Würmer Ihren Boden bewohnen, desto besser werden Ihre Pflanzen darauf gedeihen!

Alle immergrünen Pflanzen im Garten, insbesondere Neugepflanztes, sollten Sie in frostfreien Zeiten immer wieder einmal gründlich wässern, und das gilt den ganzen Winter über. Viele Pflanzen, die angeblich erfroren sind, sind in Wirklichkeit verdurstet, da immergrüne Pflanzen auch im Winter Stoffwechsel betreiben und über die Blätter durchgehend Wasser verdunsten.

Pampasgräser sind etwas frostempfindlich, deshalb sollten Sie sie fest zusammenbinden und später noch etwas Tannenreisig anbringen. Auch Bambus profitiert vom lockeren Zusammenbinden und Pflanzen, die besonders starken Winden ausgesetzt sind, sollten zusätzlich mit einer Schilfmatte geschützt werden. Auch hier bitte das Gießen nicht vergessen! Alle anderen Gräser müssen nicht zusammengebunden werden, denn gerade sie sehen im Wintergarten mit Raureif oder Schnee überzuckert ganz besonders schön aus. Deshalb sollten Sie sie auch erst im Frühjahr auf etwa 10 cm zurückschneiden.
Was Ihre Stauden angeht, so kommt es darauf an, welcher Typ Gärtner Sie sind.
Wenn Sie es ganz ordentlich brauchen im Herbst- und Wintergarten, dann schneiden Sie alle Stauden bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Fetthenne, Sonnenhut oder Schafgarbe) zurück. Wer ein bisschen Unordnung aushält, der kann seine Stauden auch nach und nach abschneiden, nämlich immer dann , wenn etwas partout nicht mehr schön aussieht oder flach auf dem Boden liegt. Das gibt Ihnen auch im Winter an einem milden Tag immer mal wieder einen Grund, in den Garten hinaus zu gehen. Und die Vögel in Ihrem Garten freuen sich über Sämereien von Stauden, die länger stehen bleiben!

Texte: © Baumschule Popp
Bilder: Baumschule Popp/Markley/fotolia

Ihre Kübelpflanzen sollten nicht direkt auf dem Boden stehen, sondern auf kleinen Füßchen – das verringert die Frostgefahr. Eine Schicht Luftpolsterfolie und darüber eine Schicht Sackleinen oder Kokosmatten um den Topf gewickelt und eventuell Tannenreisig zum Schattieren der Pflanzen im Topf – das schützt Ihre Kübelpflanzen ausreichend. Auch hier bitte das Gießen in frostfreien Phasen nicht vergessen!

Dann bleibt eigentlich nur noch: Gartengeräte säubern, ölen oder schmieren, eventuell warten lassen und trocken einlagern. Dann zufrieden am Kamin sitzen, Pläne für's neue Gartenjahr schmieden und voller Vorfreude auf den Frühling warten!

Ihr Team der Baumschule Popp

   

Baumschule Michael Popp
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