Newsletter April

Bergenie - Staude des Jahres
"Harfe und Pauke" nannte Stauden- und Gräserpionier Karl Foerster sein universelles Gestaltungsprinzip im Garten. Das heißt nichts anderes, als dass es in der Zusammenstellung von Pflanzen immer dann gut aussieht, wenn filigrane Blätter oder Blütenstände (Harfen) mit großflächigen Blättern (Pauken) kombiniert werden.
Bergenie Und eine unschlagbare "Pauke" im Staudenbeet ist die Bergenie aus der Familie der Steinbrechgewächse, die Staude des Jahres 2017. Ihre oft großen, oval bis rundlichen Blätter stehen in lockeren Rosetten auf kurzen Stielen. Kombiniert mit feingliedrigen Gräsern, Farnen oder Stauden mit schmalen, aufrechten Blütenständen, wie etwa Prachtspieren (Astilbe), oder mit der Silberkerze (Cimicifuga) kommt die Bergenie ganz wunderbar zur Geltung. Auch ist sie eine schöne Begleiterin für zeitig im Frühjahr blühende Narzissen oder Tulpen.
Die meist immergrüne Blattschmuckstaude bereichert Ihren Garten ganzjährig mit ledrigem, glänzendem Laub und ist sehr winterhart. Außerdem blühen Bergenien im Frühling sehr attraktiv glockenförmig in Weiß, Rosa oder kräftigem Rosarot auf bis zu 50 cm hohen Stielen, sind pflegeleicht und anspruchslos und breiten sich im Beet mit Hilfe ihrer horstigen Rhizome flach und moderat aus ohne zu wuchern. Manche Bergenien blühen auch ein zweites Mal im Herbst, wie etwa Bergenia ‘Herbstblüte’. Als Highlight im Herbst und Winter zeigen viele Bergenien noch eine höchst attraktive knallig rote, bronzefarbene oder violette Laubfärbung, die die kalte Jahreszeit über anhält und so Ihrem Winterbeet nicht nur anhaltende Struktur, sondern auch einen willkommenen Farbklecks beschert.

Bergenien sind nicht nur ganzjährige Strukturgeber für jedes Beet, sondern eignen sich auch als elegante Einfassungsstauden oder als Bodendecker unter Gehölzen. Sie zeigen eine große Toleranz gegenüber Boden- und Lichtverhältnissen: Bergenien gedeihen bei Hitze und Trockenheit, im Schatten oder mit Wurzeldruck durch andere Pflanzen. Oft werden sie für halbschattige und schattige Bereiche empfohlen, wo sie auch gut wachsen. Aber ihre volle Pracht und die beste Herbstfärbung zeigen Bergenien in der vollen Sonne oder zumindest in lichtem Schatten. Auch in Stein- und Kiesgärten kommen Bergenien immer mehr zum Einsatz, da der magere Boden die Herbstfärbung noch steigert. Allerdings bleiben hier die Blätter kleiner als in einem halbschattigen, humosen Beet.
Ähnlich wie Pfingstrosen benötigen Bergenien eine Weile, um sich am neuen Standort zu etablieren. Frühblühende Sorten wie ‘Abendglut’, ‘Baby Doll’, ‘Biedermeier’ oder ‘Herbstblüte’ sollte man mit einer Laubdecke vor Kahlfrösten (also Frost ohne Schneedecke) schützen. Je nährstoffärmer und trockener der Standort ist, desto kerniger und zäher  sind Ihre Bergenien. Eine Düngung im März und etwas zurückhaltender im Juni ist trotzdem von Vorteil. Lässt die Blühfreude der dicken rübenartigen Rhizome nach, hilft es, die Pflanzen an den kahlen Stellen mit einem Messer anzuschneiden oder die ganze Pflanze zu teilen und neu einzusetzen. Bergenie
Wenn Sie Bergenien im Herbst pflanzen, sollten die Stauden bis zum ersten Frost noch genügend Zeit zum Einwurzeln haben. Die beste Pflanzzeit für Bergenien ist allerdings jetzt, im Frühjahr. Direkt nach der Blüte können Sie verblühte Stiele bodennah zurückschneiden. Bei etablierten Bergenien sollten im zeitigen Frühjahr aus optischen Gründen verwelkte Blätter entfernt werden. Und sollte die Pflanze nach dem Winter insgesamt unansehnlich geworden sein, dann schneiden Sie sie einfach radikal zurück - sie wird bald wieder frisch austreiben.

Übrigens: Wir haben unser Staudenhaus gerade wieder mit ganz frischen Pflanzen gefüllt - natürlich nicht nur mit Bergenien! - und freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Team der Baumschule Popp
  

Baumschule Michael Popp
Inh. Reinhold Popp
Fliederweg 11 - 90617 Puschendorf - Telefon: 0 91 01 / 21 21 - eMail: info@baumschule-popp.de
Internet:
www.baumschule-popp.de - Umsatzsteuer: DE 225883041

Fotos: Beumelburg

____________________________________________________________________
Sie möchten unseren Newsletter zukünftig nicht mehr erhalten?
Dann senden Sie uns bitte eine Mail an
info@baumschule-popp.de