Newsletter März 2015: Eibe


Liebe Kundinnen und Kunden!


Die Eibe (Taxus baccata) zählt zu den langlebigsten Nadelgehölzen und kann bei guter Pflege sehr, sehr alt werden – die älteste Eibe Deutschlands wird auf 1000 bis 1500 Jahre geschätzt und wächst in der Nähe von Balderschwang im Allgäu.

Das harte, schwere Eibenholz war schon im Mittelalter vor allem für den Bau von Bögen, Armbrüsten und Gewehrschäften sehr gefragt, deshalb gingen damals die Bestände stark zurück. Bis heute ist Taxus forstwirtschaftlich kaum noch von Bedeutung.

Aber in der Gartenkultur ist die Eibe seit Jahrhunderten geschätzt, denn sie ist vielseitig wie kaum ein anderes Nadelgehölz.

Sie eignet sich nicht nur als freiwachsender, immergrüner Baum in Einzelstellung, sondern auch für komplett blickdichte, schallisolierende, leicht zu pflegende Hecken und für jegliche Art von Formgehölzen.

Denn Taxus ist schnittverträglicher als jedes andere Nadelgehölz, verzeiht Fehler beim Schneiden und treibt auch nach einem ganz radikalen Rückschnitt aus dicken Ästen wieder aus.

Wegen dieses besonderen Ausschlagsvermögens sind Eiben schon von jeher sehr beliebte Formgehölze für kleine und größere Gartenanlagen.

Barockgärten von Schlössern waren ohne in Form geschnittene Eiben undenkbar. Und auch in Privatgärten wurden und werden die Nadelbäume vor allem als Heckenpflanzen geschätzt.

Die feinnadeligen, dunklen “Wände” eignen sich wie keine andere Hecke als Raumteiler, die unseren Gärten Struktur und Spannung verleihen, und als gleichmäßiger Hintergrund, vor dem ein buntes Staudenbeet besonders eindrucksvoll zum Leuchten kommt.
Deshalb haben wir als erstes unsere besonderen Monatsangebote in diesem Jahr für Sie die Eibe ausgesucht, und zwar zum günstigen Preis von € 9,95 pro Pflanze von ca. 60-80 cm Höhe. Sie ist nämlich nicht nur besonders vielseitig einsetzbar, sondern auch sehr pflegeleicht.

Taxus ist komplett frosthart, verträgt starke Wurzelkonkurrenz, kann vollsonnig stehen, kommt aber auch im Schatten sehr gut zurecht. Die Eibe toleriert fast alle Böden, solange ihr keine Staunässe zusetzt.

Eine leichte organische Düngergabe im Frühjahr reicht aus, und schneiden müssen Sie eine Eibenhecke nur einmal im Jahr, und zwar am besten Ende Juni, um den Johannistag. Dann haben die Vögel, die die Eibe als schützenden Nistplatz sehr schätzen, die Aufzucht Ihrer Jungvögel beendet.
Auch die leuchtend rote Früchte der weiblichen Eibenpflanzen wachsen den Vögeln in ihrem Heckennest quasi in den Mund und werden sehr gerne verspeist.
Dabei stimmt es: Die Eibe ist giftig, aber gerade der zum Vernaschen am ehesten verlockende Pflanzenteil, der leuchtend rote fleischige Samenmantel, ist es eben nicht, sondern süß, aromatisch und ein bisschen schleimig. Man kann den Samenmantel also essen und manche stellen sogar Marmelade oder Schnaps daraus her.
Giftig (und sehr bitter!) ist der Kern, also der Samen der Eibe, vor allem wenn er zerkaut wird. Unzerkaut verschluckt wird der Kern wieder ausgeschieden – auf diesem Prinzip beruht die Verbreitung der Eibensamen durch Vögel. Auch die Nadeln und Zweige der Eibe sind giftig, aber nur in größeren Mengen.

Texte: © Baumschule Popp
Bilder: Baumschule Popp/Markley/fotolia

Den Grünschnitt sollte man also immer gründlich aufräumen und auf eine Eibenhecke als Begrenzung für Pferde- oder Rinderweiden sicherheitshalber verzichten.

Wer um diese Einschränkungen weiß, für den ist die Eibe als immergrünes Gestaltungselement im Garten von unschätzbarem Wert.

Mittlerweile sind auch zahlreiche unterschiedliche Wuchsformen zu haben, z.B. die gelbnadelige Säulenform 'Fastigiata Aureomarginata' oder die Kegeleibe 'Overeynderi', die sich sehr für schmal geschnittene Hecken oder als aufstrebender Großstrauch eignet.

Mit der Sorte 'Repandens' ist sogar eine teppichartig wachsende Art erhältlich.

Und eine große Auswahl an Eiben-Formgehölzen finden Sie natürlich auch bei uns in Puschendorf –
wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Team der Baumschule Popp

   

Baumschule Michael Popp
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