Newsletter August: Clematis

Liebe Kundinnen und Kunden!


Man nennt sie auch Waldreben, denn ursprünglich sind Clematis typische Waldrandpflanzen und lieben humosen, gleichmäßig feuchten Boden (aber keine Staunässe!) und einen schattigen Fuß.
Die beste Pflanzzeit für Clematis ist von August bis Oktober, also jetzt, wenn der Spätsommerboden noch schön warm ist. Dann können sich die Wurzeln einer frisch gepflanzten Waldrebe optimal ausbreiten, und die Pflanze läuft im Frühjahr zu Topform auf.

Deshalb ist unser Septemberangebot anlässlich unseres 50jährigen Betriebsjubiläums eine bunte Auswahl verschiedener Clematissorten im 2-Liter-Topf zum besonders günstigen Preis von €4,95 und nur solange unser Vorrat reicht. Waldreben kommen in vielen Farben und Formen, wachsen schnell, blühen verlässlich, lang und reich und sind sehr vielfältig in Ihrem Garten einsetzbar: als Kübelpflanzen, als Rosenbegleiter, als Kletterer an Gartenlauben und Spalieren, als Wandbegrünung und Sichtschutz oder zur Aufwertung von verblühten oder sogar abgestorbenen Gehölzen.

Dass es so viele verschiedenen Clematissorten und damit verschiedenste Farben, Formen, Höhen und Blütezeiten gibt, macht diese Gruppe so wertvoll, aber eben auch ein bisschen kompliziert. Welche Clematis muss ich schneiden und welche nicht? Und wann muss ich schneiden? Als Grundregel gilt: Je früher im Jahr Ihre Clematis blüht, desto weniger soll sie geschnitten werden, denn sie hat die Blüten bereits im Vorjahr an den älteren Trieben gebildet.

Die ersten Frühlingsblüher sind Clematis alpina und
C. macropetala (eher kleine und glockige Blüten) und die sehr wüchsigen C. montana Sorten (meist eher einfache, nicht so große Blüten mit vier Blütenblättern).
Diese Gruppe wird gar nicht zurückgeschnitten, da sie sonst die Blütenansätze für das nächste Jahr mit abschneiden würden.
Sollte zum Verjüngen der Pflanze doch einmal ein Rückschnitt nötig werden, dann sollten Sie diesen direkt nach der Blüte im Frühsommer vornehmen und vielleicht nur einen Teil der Triebe kappen.

Zur zweiten Schnittgruppe gehören viele der großblumigen (die Blüten sind bis zu 15 cm groß) Hybriden, die meist zweimal im Jahr blühen – im Frühling bis Frühsommer und dann noch einmal im Spätsommer bis Herbst.
Hier werden die Triebe im November oder Dezember um etwa die Hälfte eingekürzt, bei älteren Pflanzen ca. 1 Meter über dem Boden. Je mehr verzweigtes, vorjähriges Holz erhalten bleibt, desto größer ist die Anzahl an Kurztrieben mit Frühjahrsblüten. Ein Ausputzen der Fruchtstände zusammen mit dem darunter liegenden Blattpaar nach der ersten Blüte führt hier nach ca. sechs Wochen zu einem zweiten Flor.

Zur dritten Schnittgruppe gehören die spät, also erst ab Juni und nur einmal blühenden, nicht ganz so großblumigen Hybriden und die Gruppe der ebenfalls nur einmal im Sommer blühenden C. viticella Sorten. Vor allem letztere sind robust und pflegeleicht und deshalb sehr gut für Einsteiger geeignet. Kultur- oder Standortfehler sind hier weitgehend ausgeschlossen, und auch ohne grünen Daumen ist der Erfolg garantiert. C. viticella vertragen sogar schattige Plätze und blühen trotzdem von Juni bis September. Beim Rückschnitt brauchen Sie hier nicht lange überlegen, sondern können die Vertreter der Gruppe 3 jedes Jahr im November oder Dezember einfach auf 30 bis 50 cm über dem Boden zurückschneiden.
Wie schon ganz am Anfang erwähnt, vertragen Clematis keine Staunässe.
Sorgen Sie deshalb beim Pflanzen in einem Kübel für ausreichende Drainage, und auch Ihr schwerer, lehmiger Gartenboden muss für eine Waldrebe mit Sand oder Splitt und guter Pflanzerde aufgelockert werden, damit sich kein Wasser staut und die Wurzeln verfaulen. Topfen Sie die vorher gut gewässerte Pflanze vorsichtig aus und pflanzen Sie sie leicht schräg in gewünschter Wuchsrichtung und 5 bis 10 cm tiefer als sie im Topf steht, damit die unteren Augen noch unter der Erde liegen. Eine abschließende Schicht aus Rindenmulch oder Steinchen sorgt schließlich für gleichbleibend feuchte Erde.

Texte: © Baumschule Popp
Bilder: Baumschule Popp/Markley/fotolia

Wenn Sie zum Beschatten des unteren Teiles Ihrer Clematis lieber Stauden verwenden, dann sollten Sie bei dominanten Stauden wie Frauenmantel oder Storchschnabel den Wurzelbereich Ihrer neuen Clematis besser mit einer Wurzelsperre abschirmen.

Wunderschöne Bilder und Farbkombinationen ergeben sich, wenn Sie Rosen und Clematis kombinieren, die etwa gleich hoch werden. Ihre Rose sollte allerdings bereits gut etabliert sein, bevor Sie ihr eine Clematis zur Seite stellen, und ein Pflanzabstand von ca. 1 Meter zwischen Rose und Clematis ist ideal.

Ein ausgewiesener Experte zu diesem Thema ist übrigens Klaus Körber von der bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim.
Anlässlich unseres großen Jubiläumsfestes mit Wochende der offenen Tür wird Herr Körber am Sonntag,
21. September,
einen Vortrag zum Thema “Rosen und Clematis” halten mit vielen Tipps für Sie und Ihren Garten.

Besuchen Sie uns also zum Fest (alle Infos und das Programm für beide Tage hier), wir freuen uns auf Sie!

Und noch eins: Im September gibt es noch ein Jubiläumsangebot, nämlich 20% Rabatt auf alle Rosen!

Ihr Team der Baumschule Popp

   

Baumschule Michael Popp
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