Newsletter Juni: Johannisbeeren

Liebe Kundinnen und Kunden!


In Österreich heißen sie Ribiseln, in der Schweiz Meertrübeli, bei uns Johannisbeeren, weil sie ungefähr ab dem Johannistag, dem 24. Juni, reifen und uns den Sommer versüßen.
Wie auch immer man sie nennt, Johannisbeeren sind kleine Vitaminbomben und eignen sich aufgrund der Säure und der leicht herben Note wunderbar zur Verwendung in süßen Speisen aller Art, wie Kuchen, Desserts, Marmeladen oder Säften.
Aber auch direkt vom Strauch sind sie lecker – ein Vorteil, den Kinder und Enkelkinder zu schätzen wissen.

Johannisbeeren schmecken nicht nur gut, sondern sind auch leicht zu kultivieren, deshalb bieten wir Ihnen diesen Monat anlässlich unseres 50jährigen Betriebsjubiläums verschiedene Sorten im 2l-Container zum Sonderpreis von €4,95 an, ab sofort und solange der Vorrat reicht.

Was die Sorten angeht, so empfehlen wir bei den roten Johannisbeeren die früh reifende 'Jonkheer van Tets', die großfruchtig ist und bei Vollreife schön süß schmeckt. 'Rolan' hat große Früchte mit eher wenig Säure an sehr langen Trauben und eine mittlere Reifezeit. Ein sehr langes Erntefenster und eine eher späte Reife hat 'Rovada', mit sehr großen Früchten an langen Trauben.
Die 'Weiße Versailler' ist die beste weiße Johannisbeere, unerreicht süß und aromatisch und daher meist von Kindern besonders geliebt und oft schon frisch vom Strauch genascht.
Die geschmacklich beste schwarze Johannisbeere mit dem typischen, kräftigen Aroma ist 'Dr. Bauers Ometa'. Sie reift früh und hat sehr große Früchte. 'Bona', ebenfalls früh, hat eher kurze Trauben, dafür aber Riesenbeeren, die milder sind im Geschmack. 'Titania' wiederum ist nicht so herb und perfekt zum Saften.

Apropos Saften. Zum Einkochen für Marmeladen oder Gelees können die Beeren bereits vor der Vollreife gepflückt werden, denn dann enthalten sie noch mehr Pektin und Sie brauchen nicht so viel Gelierzucker. Zum Frischverzehr lassen Sie die Beeren bitte möglichst lang am Strauch, damit sie ihre volle Süße ausbilden können. Die Beeren müssen Ihnen beim Pflücken quasi von allein in die Hand fallen, dann sind sie essreif.

Johannisbeeren stellen keine besonderen Ansprüche an den Standort. Sie mögen es am liebsten vollsonnig, tolerieren aber auch Halbschatten. Der Boden sollte durchlässig und gleichmäßig feucht, aber nicht staunass sein, und abgelagerter Kompost als Beigabe ins Pflanzloch wird dankend angenommen.
Düngen Sie im Frühjahr und nach der Ernte mit einem speziellen Beerendünger.
Pflanzen Sie Ihre Johannisbeere fünf Zentimeter tiefer als sie im Topf steht, denn so fördern Sie die Bildung neuer Bodentriebe und reduzieren gleichzeitig die Frostgefahr in sehr kalten Wintern.

Johannisbeeren sind grundsätzlich selbstfruchtbar, aber bei schwarzen Beeren erhöht die Fremdbestäubung durch zwei verschiedene Sorten deutlich den Ertrag. Wenn Sie mehrer Sträucher pflanzen, dann sollten Sie ca. 1,5m Pflanzabstand einhalten, bei schwarzen Johannisbeeren sogar 2m.

Johannisbeeren tragen übrigens dann am reichsten, wenn sie gleich nach der Ernte im Sommer geschnitten werden. Rote und weiße Johannisbeeren bilden an den Seitentrieben der zwei- bis dreijährigen Hauptäste die meisten Früchte. Entfernen Sie daher bei älteren Pflanzen jedes Jahr nach der Ernte die zwei bis drei ältesten Haupttriebe mit einer Astschere direkt unten an der Pflanze, sodass kein Stummel stehen bleibt.
Dieses Auslichten schafft Platz für junge Triebe, die in Bodennähe nachwachsen, und sorgt für eine gute Belichtung der Beeren im nächsten Jahr. Lassen Sie von den neuen Ruten zwei bis drei kräftige und gut platzierte Exemplare stehen und schneiden Sie die übrigen ebenfalls komplett ab.
Ziel ist eine locker aufgebaute Pflanze, bei der einzelne Triebe nicht miteinander konkurrieren.
Von den übrig gebliebenen Hauptästen schneiden Sie nun noch alle Seitentriebe in Bodennähe ab, da im unteren Teil der Pflanze ohnehin nicht genug Licht einfällt, um die Beeren zur Reife zu bringen. Oben schneiden Sie alle Seitentriebe, die bereits Früchte getragen haben, gleich nach der Ernte oder spätestens im kommenden Frühjahr auf rund einen Zentimeter lange Zapfen zurück. Aus diesen entstehen neue Fruchttriebe, die spätestens im übernächsten Jahr wieder Früchte tragen. Alle im aktuellen Sommer neu entstandenen Fruchttriebe bleiben ungeschnitten, denn sie sichern die Ernte für das kommende Jahr.

Texte: © Baumschule Popp
Bilder: Baumschule Popp/Markley/fotolia

Etwas anders schneiden Sie Ihre schwarze Johannisbeere, die an den langen, einjährigen Seitentrieben die meisten Früchte trägt. Entfernen Sie hier an der Basis und an den Hauptästen grundsätzlich alle schwachen Triebe. Außerdem schneiden Sie jedes Frühjahr die Hauptäste direkt über dem zweiten oder dritten langen Seitentrieb ab. Und wie bei den roten und weißen Johannisbeeren entfernen Sie bei älteren Pflanzen die ältesten Haupttriebe ganz und lassen entsprechend viele neue Triebe aus der Strauchbasis stehen.

Johannisbeer-Hochstämmchen sind übrigens hervorragend für kleine Gärten, Naschgärten oder Pflanzkübel geeignet. Sie beanspruchen wenig Platz und die Ernte ist bequem, allerdings nicht ganz so ertragreich wie bei normalen Johannisbeersträuchern.

Ihr Team der Baumschule Popp

   

Baumschule Michael Popp
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