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Blütenteppiche
im Winter
Zu ihnen gehört die Schnee- oder Winterheide (Erica-carnea-Sorten), die
mit kleinen Blütenglöckchen der Kälte trotzt. Dieser langsam wachsende
Zwergstrauch bildet dichte, bis etwa 30 cm hohe Blütenteppiche in den
unterschiedlichsten Farbtönen. Das Spektrum reicht von reinem Weiß über
die unterschiedlichsten Rosanuancen bis hin zu dunklem Rotviolett. Die
Blütezeit beginnt je nach Sorte schon im November und endet im April.
Wer Sorten kombiniert, die zu verschiedenen Zeitpunkten blühen, kann sich
den ganzen Winter über an blühenden Pflanzen erfreuen. Das feine, nadelförmige
Laub ist immergrün. Es weist die unterschiedlichsten Grüntöne auf, so
dass die Schneeheide auch außerhalb der Blütezeit reizvoll ist. Bei einigen
Sorten verfärbt es sich in der kalten Jahreszeit sogar dekorativ bronzegrün.
Die Schneeheide gedeiht an windgeschützten Stellen gut in Pflanzgefäßen
und ist so auch ein farbenfroher Blickfang auf Balkon und Terrasse.
Goldene
Kaskaden
Eine wenig bekannte winterliche Schönheit ist der aus Ostasien stammende
Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum). Seine leuchtend gelben Blüten erinnern
an Forsythien. Die botanische Artbezeichnung nudiflorum heißt übersetzt
nacktblütig und weist darauf hin, dass dieser Jasmin bereits vor dem Blattaustrieb
blüht. Seine auffallenden Blüten erscheinen je nach Witterung von Dezember
bis April. Am besten entwickelt sich dieser aparte Winterblüher in geschützter,
sonniger bis halbschattiger Lage. Die biegsamen grasgrünen Triebe lassen
sich gut an Spalieren festbinden und können so etwa 3 bis 4 m hoch klettern.
Der Winter-Jasmin ist ideal, um Hauswände, Mauern oder Pergolen zu verschönern.
Lässt man ihn ohne Kletterhilfe wachsen, bildet er breite, niedrig bleibende
Büsche. Eindrucksvolle Gartenbilder entstehen, wenn man die langen, schlanken
Triebe wie Kaskaden über Mauerkronen herabwachsen lässt. Einzelne Zweige
können übrigens gut für die Vase geschnitten werden und sind im Winter
ein wunderschöner blühender Tischschmuck.
Winterlicher
Blütenschatz
Mit ihren an kostbares Porzellan erinnernden Blüten ist die Schneerose
(Helleborus niger) ein besonderes Kleinod im winterlichen Garten. Seit
Jahrhunderten ist sie ein Symbol der Hoffnung, denn ihre schalenförmigen,
weißen, manchmal rötlich getönten Blüten erscheinen mitten im tiefsten
Winter. Weil manche dieser anmutigen Pflanzen schon um die Weihnachtszeit
blühen, werden sie auch als Christrosen bezeichnet. Helleborus sind zudem
unter dem Namen "Nieswurz" bekannt, denn früher wurde aus ihren Wurzeln
Niespulver hergestellt. Die hellen Blüten dieser Staude bilden einen auffallenden
Kontrast zu den dunkelgrünen, handförmigen Blättern. Die Schneerose kommt
gut vor Gehölzen, im lichten Schatten unter Bäumen oder zusammen mit Farnen
und Gräsern zur Geltung. Sie passt ausgezeichnet in stimmungsvolle winterliche
Kübel-Arrangements auf dem Balkon oder der Terrasse. Diese "Rose ohne
Dornen" ist auch ein schöner Vasenschmuck. Mit etwas später blühenden
Helleborus wie den Lenzrosen (Helleborus-Orientalis-Sorten) und der Palmwedel-Nieswurz
(Helleborus foetidus) kommen auch andere Blütenfarben ins Spiel. Ihr Farbenspektrum
reicht von Weiß über Hellgrün und Rosa bis hin zu dunklem Rot.
Tipps
zu Winterblüher
Rückschnitt
fördert Blütenbildung
Der Winter-Jasmin sollte regelmäßig ausgelichtet werden, indem man zu
dicht stehende Triebe entfernt. Ein leichter Rückschnitt im Frühjahr,
im Turnus von zwei bis drei Jahren, fördert die Blühfreudigkeit. Auch
bei der Schneeheide (Erica carnea) regt ein leichter Rückschnitt nach
der Blüte die Bildung neuer Blütentriebe an.
Extreme Temperaturunterschiede vermeiden
Christrosen gedeihen am besten, wenn sie möglichst ungestört über Jahre
am gleichen Platz wachsen können. Ideal ist ein Standort im Halbschatten,
zum Beispiel vor oder zwischen sommergrünen Gehölzen, und ein gut wasserdurchlässiger,
humusreicher Boden. Diese in der kalten Jahreszeit blühenden Stauden werden
auch gerne als winterlicher Balkon- oder Terrassenschmuck verwendet. Nach
der Blüte können sie in den Garten gepflanzt werden, um dort im nächsten
Jahr wieder zu einem Blickfang zu werden. Wenn Christrosen in der Weihnachtszeit
in der Wohnung stehen, stellt man sie nach der Blüte übergangsweise in
einen kühlen Raum. Erst nach dem Ende der Frostperiode dürfen sie ins
Freie.
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