Mobile Gärten
Kinderleicht...
Kinderleicht lassen sich im mobilen Garten neue Gestaltungsideen verwirklichen.
Besonders schön: Bambus. Er bringt mit seinem filigranen Wuchs asiatisches
Flair auf Balkon und Terrasse und ist das ganze Jahr über ein dekorativer
Blickfang.
Kleine
Paradiese auf Balkon und Terrasse
Für den kleinen Urlaub zwischendurch
Eines der schönsten sommerlichen Urlaubsparadiese liegt ganz nah:
Mit Pflanzen versehen, werden Balkone und Terrassen zu grünen Oasen,
in denen man entspannen und die Seele baumeln lassen kann, ohne erst weit
fahren zu müssen. Mobile Gärten lassen sich schnell und jederzeit
nach Lust und Laune verändern. Pflanzen in Gefäßen können
unabhängig von der Pflanzsaison neu kombiniert werden oder dann,
wenn sie am schönsten sind, in den Vordergrund gestellt werden. Selbst
kleinste, gepflasterte Ecken bekommen mit Kübelpflanzen ein ansprechendes
Gesicht und besonders dekorative Exemplare sind als auffallende Einzelstücke
auch im Garten ein interessanter Hingucker. So lassen sich mit Pflanzen
in Kübeln immer wieder andere Gartenbilder gestalten.
Kein Winterquartier
nötig
Viele schöne Gartenpflanzen eignen sich für den mobilen Garten.
Ein sorgfältig ausgewähltes Gefäß kann ihre besondere
Ausstrahlung sogar noch unterstreichen. Ihr großer Vorteil: Während
die klassischen, aus dem Süden stammenden Kübelpflanzen wie
Oleander, Lorbeerbaum oder Orangenbäumchen in der kalten Jahreszeit
zum Schutz vor Frost in ein Winterquartier umziehen müssen, können
frostharte Gartenpflanzen wie Fächer-Ahorn oder Funkien draußen
überwintern. Immergrüne wie Bambus, Buchsbaum, Kriechspindeln
(Euonymus fortunei-Sorten) und Winterheide (Erica carnea-Sorten) schmücken
Balkon und Terrasse sogar in der kalten Jahreszeit.
Malerischer
Blickfang im Kübel
Der feintriebige Fächer-Ahorn (Acer palmatum) ist ein besonderes
Kleinod für den mobilen Garten. Langsam wachsend ist er eine filigrane
Kostbarkeit, die den Wechsel der Jahreszeiten vom frischen Austrieb im
Frühjahr bis zur leuchtenden Herbstfärbung eindrucksvoll widerspiegelt.
Dieser ursprünglich aus den Wäldern Japans und Koreas stammende,
malerisch wachsende Ahorn besitzt zierliche, zumeist fünf- bis siebenlappige,
an den Enden zugespitzte Blätter. Sie sind im Sommer frischgrün
und färben sich im Herbst feurig orange bis karminrot. Ideal ist
ein vor Wind und starker Sonneneinstrahlung geschützter Standort.
Vom Fächer-Ahorn gibt es zahlreiche, nur etwa 1 bis 2 m hohe Sorten
mit unterschiedlichen Blattformen und -farben, beispielsweise mit tief
geschlitzten oder mit dunkelroten Blättern.
Auch im
Winter grün
Bambus gedeiht ebenfalls gut im Kübel. Er bringt mit seinem locker
und leicht anmutenden Wuchs fernöstliche Atmosphäre in den mobilen
Garten. Mit ihren immergrünen Blättern eignen sich zum Beispiel
die verschiedenen Sorten des Schirm-Bambus (Fargesia) ausgezeichnet als
ganzjähriger Blickfang. Dichtbuschig sind sie auch ein guter Sichtschutz
an sonnigen bis halbschattigen Standorten. In rauen Lagen empfiehlt sich
ein vor austrocknendem Ostwind geschützter Standort, um im Winter
Trockenschäden an den dünnen, immergrünen Blättern
zu vermeiden. Steht der Bambus vor einer hellen Wand oder Mauer, so bietet
sich dem Betrachter an sonnigen Tagen ein außergewöhnlicher
Anblick: Das faszinierende Schattenspiel der biegsamen, aber dennoch festen
Halme und des feinen Blattwerkes.
Grün
in vielen Schattierungen
Funkien (Hosta) sind auffällige Blattschmuckstauden, die den Topfgarten
mit ihren großen, markanten Blättern in unterschiedlichen Formen
bereichern. Die Form der Blätter variiert stark: Sie reicht je nach
Sorte von länglich-schmal wie die Spitze einer Lanze bis hin zu breit
herzförmig. Auch das Farbenspiel ist beeindruckend und umfasst die
unterschiedlichsten Grünschattierungen. Es gibt sogar Funkien mit
bläulichen oder mehrfarbigen, zum Beispiel weiß- oder gelbgerandeten
Blättern. Zusätzlichen Reiz erhalten sie durch die auffallenden
Blattadern, die ein interessantes, schwungvolles Muster bilden und jedes
Blatt zu einem kleinen Kunstwerk machen. Im Sommer schmücken sich
die Funkien zudem mit zahlreichen weißen bis violetten Glockenblüten,
die hoch über dem meist bunten Laub stehen.
Spiel
mit Kontrasten
Die Vielfalt der Funkien ist so faszinierend, dass sie bei manchem Pflanzenfreund
schon eine regelrechte Sammelleidenschaft geweckt haben. Diese Stauden
haben einen recht geringen Lichtbedarf und sind ideal, um halbschattige
bis schattige Standorte auf Balkon und Terrasse zu beleben. Mit ihren
großen Blättern bieten sie zahlreiche gestalterische Möglichkeiten.
Ein belebender Kontrast ist zum Beispiel eine Kombinationen mit Pflanzen,
die feineres Laub haben wie Prachtspieren (Astilbe), Farne oder Schatten
vertragende Gräser.
Tipps
zu Kletterpflanzen
Auf guten
Wasserabfluss achten
Stauende Nässe wird von den meisten Pflanzen schlecht vertragen und
schädigt die Wurzeln. Achten Sie deshalb darauf, dass die Pflanzgefäße
im Boden Löcher haben, so dass überschüssiges Regen- und
Gießwasser abfließen kann.
Wenn Sie
möglichst große Gefäße wählen, müssen
Sie in der warmen Jahreszeit weniger gießen. Kleine Töpfe trocknen
schneller aus als große Gefäße.
Sonnenbrand
vermeiden
Der ideale Gießzeitpunkt richtet sich nach der Jahreszeit. Im Sommer
gießt man am besten morgens oder abends, wenn die Sonnenstrahlung
nicht mehr so intensiv ist. Auf diese Weise vermeidet man zu große
Temperaturunterschiede zwischen dem Gießwasser und den Pflanzen,
außerdem werden die Blätter nicht durch die Brennglaswirkung
der Wassertropfen geschädigt
Junge, frische
Triebe von Bäumen und Sträuchern sind weich und empfindlich,
sie reifen im Laufe ihres Wachstums und werden fester und widerstandsfähiger.
Werden Gehölze im Kübel zu lange gedüngt, kann das Holz
nicht mehr rechtzeitig vor dem Winter ausreifen. Die Triebe könnten
dann durch Frost geschädigt werden. Deshalb sollte man die Düngung
ab Ende August einstellen.
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